Jeder möchte für seine Arbeit anständig bezahlt werden

Du möchtest es. Wir möchten es. Und der Bauer in der Dominikanischen Republik, der die Kakaofrucht mit der Machete vom Stamm schlägt und die Bohnen zu Fuß zur Sammelstelle trägt, möchte es auch. Egal wo auf der Welt, egal in welchem Beruf – am Abend soll sich die Arbeit ausgezahlt haben.

Nur: Irgendwer zahlt am Ende immer.

Wenn eine Tafel Schokolade auffallend wenig kostet, dann geht sich das nur aus, weil woanders etwas fehlt. Vielleicht das Geld für die Schattenbäume, die den Boden gesund halten. Vielleicht die Zeit für die Kinder, weil die ganze Familie mit aufs Feld muss. Vielleicht die Aussicht, dass sich das Weitermachen noch lohnt – und dann wird der Hof eben aufgegeben. Der Preis verschwindet nicht. Er wandert nur dorthin, wo man ihn nicht mehr sieht. Von einem Euro, den man in Europa für eine Tafel Schokolade zahlt, kommen im Schnitt etwa acht Cent bei den Kakaobäuerinnen und -bauern an. Wir finden, das passt nicht zu dem, was drinsteckt.

Und das hört bei uns nicht beim Kakao auf

Wir sind selbst ein Bauernhof. Wir wissen, wie viele Stunden in einem Kilo Ernte stecken, bevor überhaupt jemand über den Preis redet. Deshalb gilt auch für die restlichen Rohstoffe, wie für die Haselnüsse, die Walnüsse, derselbe Grundsatz wie für den Kakao aus Belize. Nähe macht niemanden wertvoller, Entfernung niemanden weniger wert.

"Fair" steht heute auf vielen Packungen. Wir finden, es verdient Belege. Hier sind unsere.

Faire Bezahlung für alle

Bei jedem Rohstoff, der bei uns verarbeitet wird, fragen wir dasselbe: Wer hat das angebaut – und was hat er dafür bekommen?

Beim Kakao führt das in drei verschiedene Länder. Denn Kakao ist kein Rohstoff wie Mehl: Eine Bohne aus Belize schmeckt anders als eine aus Peru, ähnlich wie beim Wein. Deshalb arbeiten wir mit drei Kooperativen statt mit einer – für jede Tafel die Bohne, die dazu passt.

Beim Rest führt sie ins Marchfeld, nach Bayern, ins Piemont und auf das Feld hinter unserer Halle.

Such dir aus, was dich interessiert:

FUNDOPO, Dom. Rep.

in unserer Milchschokolade

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ACOPAGRO, Peru

in unserer Edelbitterschokolade

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MAYA MOUNTAIN, Belize

in der Wohlfühl-Ritual-Schokolade

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Regionale Bauern

Österreich, Bayern, Piemont

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Dominikanische Republik

Fundopo

Wo: Die Regionen Medina, Yamasá, Puerto Plata und El Seibo
Seit: 2000
Wer: 3.024 Mitglieder, davon 506 Frauen, auf 17.705 Hektar

Angefangen hat FUNDOPO im Jahr 2000 mit 84 Bauernfamilien. Heute sind es über dreitausend. Vorher konnten die Familien von ihrem konventionellen Kakao kaum leben.

Die Kakaobäume wachsen dort im Agroforst – einem waldähnlichen System, in dem sich Kakao, Schattenbäume und Nutzpflanzen wie Zitrusfrüchte, Sapote und Avocado abwechseln. Die Bäume werden weder bewässert noch gedüngt. Laub und Pflanzenreste bleiben liegen und werden zu Humus. Das ist nicht bloß eine schöne Idee, sondern schlicht die widerstandsfähigere Art, Kakao anzubauen: Solche Systeme stecken Starkregen und Dürre viel besser weg als Monokulturen. Seit 2024 ist der Kakao von FUNDOPO zusätzlich Regenerative Organic Certified.

Was mit dem Geld passiert. Über die Fairtrade-Prämie entscheiden die Mitglieder selbst, bei der Generalversammlung. Das ist dabei rausgekommen:

  • Acht neue Wasserstellen seit 2020. Rund 2.000 Bauernfamilien und 4.700 Menschen aus den Dörfern müssen ihr Wasser nicht mehr kilometerweit schleppen.
  • Straßen. Für die Anlieferung des Kakaos: fünf Minuten statt einer Stunde. Die meisten Bohnen kommen bis heute zu Fuß oder mit dem Maultier zur Sammelstelle.
  • Sechs Häuser gebaut, dazu Renovierungen sowie Arzt und Medikamente für 250 Mitglieder.
  • Rund 70.000 Kakao-Setzlinge zum Selbstkostenpreis, aus zwei eigenen Baumschulen. Gemischte Sorten – das schützt vor genau den Krankheiten, die Monokulturen umbringen.

Wie wir dort hinkommen. Über unseren Schweizer Partner. Das ist der Pionier, der 1996 die erste Bio-Fairtrade-Schokolade der Welt gemacht hat und seit der Gründung von FUNDOPO dabei ist. Sein Team vor Ort nimmt den Kleinbauern die gesamte Ernte ab – nicht nur die Rosinen, wenn der Preis gerade passt. Und weil er ganz vorne in der Kette selbst mitarbeitet, ist bis zur Tafel nachvollziehbar, wer wofür was bekommen hat.

Peru

Acopagro

Wo: Juanjuí, Region San Martín, im peruanischen Amazonasbecken
Seit: 1997
Wer: rund 1.500 Mitglieder, 30 Sammelstellen, im Schnitt 2 Hektar pro Familie

Diese Geschichte fängt nicht mit Schokolade an, sondern mit Kokain.

In den Neunzigern lebten in San Martín rund 90 Prozent der Bauern vom Koka-Anbau. Die Region stand unter dem Einfluss des Drogenhandels und der Guerilla. Felder wurden vernichtet, Menschen dazwischen zerrieben. Wirtschaftliche Alternativen gab es praktisch keine.

1997 haben 27 Bäuerinnen und Bauern die Kooperative ACOPAGRO gegründet. Die Idee: Kakao statt Koka. Damals kannte am Weltmarkt kein Mensch peruanischen Kakao.

Heute ist ACOPAGRO der größte Bio-Kakao-Exporteur Perus, und der Koka-Anbau in der Region ist so gut wie verschwunden. Nicht durch Polizei. Durch einen Preis, von dem eine Familie leben kann.

Das ist für uns der Kern der ganzen Sache: Ein fairer Preis ist kein Almosen. Er ist der Grund, warum jemand eine legale Entscheidung treffen kann, ohne dabei seine Familie zu gefährden.

Was mit dem Geld passiert. Die Prämie fließt in bessere Qualität und Erträge, in technische Beratung und Schulungen, in Infrastruktur für die Nachernte, in die Bio-Zertifizierung und in Sozialprojekte.

Wie wir dort hinkommen. Wieder über unseren Schweizer Partner – und der ist seit der Gründung 1997 dabei. Durch ihn hat ACOPAGRO überhaupt erst Zugang zu internationalen Kunden bekommen. Damals war das ein Risiko. Heute ist es eine der erfolgreichsten Kooperativen Südamerikas.

Belize

Maya Mountain

Wo: Toledo und South Stann Creek, im Süden von Belize
Seit: 2010
Wer: über 400 Familien, im Schnitt rund ein Hektar pro Familie

Hier kaufen wir direkt. Kein Zwischenhändler, kein Schweizer Partner: Die Bohnen kommen von der Kooperative zu uns nach Pettenbach, und wir machen daraus Schokolade – bean-to-bar, vom Rösten bis zur fertigen Tafel.

Die meisten Produzentinnen und Produzenten sind Q'eqchi' und Mopan Maya. Ihre Familien bauen seit Generationen Kakao an – in einer Gegend, in der die Kakaokultur älter ist als jede europäische Schokoladentradition.

Was Maya Mountain 2010 verändert hat: Sie holen die Bohnen am Tag der Ernte ab, nass und unfermentiert, direkt beim Hof – und bezahlen sofort. Fermentiert und getrocknet wird zentral in Punta Gorda. Für die Bauern heißt das: kein Fermentieren im Hinterhof, kein Risiko, auf der Ware sitzenzubleiben, Geld sofort. Für die Qualität heißt es: eine kontrollierte Fermentation statt vierhundert verschiedener. Deshalb ist der Kakao aus Belize heute unter Schokoladenmachern weltweit begehrt – und ausgezeichnet: allein 2024 mit zwölf Preisen.

Was uns hier am meisten überzeugt hat. Maya Mountain arbeitet nicht mit einem Siegel, sondern mit offenen Büchern. Jedes Jahr wird veröffentlicht, was der Bauer für sein Kilo bekommen hat, was die Kooperative beim Export bekommt und was wir als Schokoladenhersteller zahlen. Für jeden nachlesbar, nicht nur für uns.

Österreich, bayern, piemont

Unsere Regionale bauern

Regionale Zutaten. Direkte Wege.

Alles, was bei uns wächst, kaufen wir auch bei uns. Direkt vom Landwirt, ohne Zwischenhändler, ohne anonyme Lieferkette. Wir kennen viele der Höfe und die Menschen dahinter persönlich.

Hanfsamen & Sonnenblumenkerne

Kommen aus eigenem Anbau. Wenn unsere Ernte aufgebraucht ist, kaufen wir von österreichischen Landwirten zu, die ebenfalls Bio-Austria-zertifiziert sind.

Haselnüsse

Unsere Haselnüsse kommen von einem Bio-Bauern aus dem Marchfeld, der den Großteil seiner Ernte an uns verkauft. Und jetzt kommt der Teil, auf den wir stolz sind:

Er knackt jede Woche frisch, röstet die Nüsse und schickt sie zu uns. Ein bis zwei Tage später verarbeiten wir sie zur Haselnusscreme – und meistens ist das Produkt am selben oder nächsten Tag schon unterwegs zu dir. Im besten Fall vergehen vom Knacken am Hof bis zu deiner Haustür rund 100 Stunden.

Zum Vergleich: Haselnüsse vom Weltmarkt liegen oft monatelang in Lagern, bevor sie überhaupt verarbeitet werden. Nussfette werden mit der Zeit ranzig – deshalb schmeckt man den Unterschied.

Und weil wir ehrlich sind: Wenn die Ernte unseres Bauern aufgebraucht ist, weichen wir auf einen Zusammenschluss von Bio-Landwirten in Bayern aus. Und wenn auch dort nichts mehr verfügbar ist, auf Bio-Haselnüsse aus dem Piemont – bei diesen Landwirten waren wir persönlich zu Besuch und haben uns alles angeschaut. Du bekommst also nie anonyme Ware, sondern immer Nüsse, deren Herkunft wir kennen.

Walnüsse

Unsere Walnüsse kommen vom Nussland, einem österreichischen Betrieb, der ausschließlich von heimischen Höfen zukauft – meist Kleinbetriebe, die ihre Walnüsse direkt dorthin bringen. Geknackt wird auf höchstem Standard, mit garantierter Schalenfreiheit.

Und auch hier gilt: Es wird erst geknackt, wenn wir bestellen. Wir rösten frisch, gießen die Schokolade, die Nüsse kommen drauf – und das Produkt ist bei dir, bevor irgendetwas alt werden kann.

Was du davon hast

Frische statt Lagerware. Nüsse, die Tage statt Monate alt sind. Das schmeckst du.

Kontrollierte Herkunft. Jede Zutat ist bio-zertifiziert und kommt von Betrieben, deren Herkunft wir kennen. Zu unseren Landwirten haben wir persönlichen Kontakt, einige Höfe haben wir selbst besucht. Anonyme Weltmarktware kommt uns nicht ins Haus

Kurze, transparente Wege. Vom Hof direkt zu uns, von uns direkt zu dir. Keine unbekannten Zwischenhändler, keine anonymen Verarbeiter – und damit deutlich weniger Stellen, an denen etwas schiefgehen kann.

Du weißt, wo dein Geld landet. Bei Familienbetrieben in Österreich, Bayern und dem Piemont. Bei Menschen, die wir mit Namen kennen.